Alte Musik in Schloss Schleißheim 2017

Le Nuove Musiche in Zusammenarbeit mit dem Kulturteam der Gemeinde Oberschleißheim und dem Bayerischen Nationalmuseum; gefördert vom Bayerischen Kultusministerium. Partner der Reihe Alte Musik in Schloss Schleißheim: Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.

Karten zu Euro 18,oo auf allen Plätzen (Studierende Euro 9,oo). Bestellung an post@musiche.de (ohne VVK-Gebühr, Versand gegen Rechnung) oder bei MünchenTicket

Sonntag, 24. September 2017 · 16 Uhr · Maximilianskapelle Schloss Schleißheim

Le Ninfe di Meno

Anna Feith

Anna Feith, Sopran

Charlotte Schwenke, Viola da gamba

Lorenzo Abate, Laute

Dolcissimo sospiro

Frühbarocke Arien aus Italien und italienisch inspirierte Instrumentalmusik aus Frankreich

Das Ensemble Le Ninfe di Meno entstand aus der gemeinsamen Begeisterung dreier junger Musiker für die Musik des 16. Und 17. Jahrhunderts. Sie in ihrer Ausdruckstiefe zu erfassen und den Affektreichtum dieser Musik unmittelbar spürbar werden zu lassen ist zentrales Anliegen des Ensembles, das zu diesem Zweck auf historischen Instrumenten spielt.

Das aktuelle Programm Dolcissimo Sospiro zeigt verschiedenste Aspekte der Liebe und Seelenzustände einer oder eines Liebenden, wie sie in italienischen Arien des 17. Jahrhunderts von Komponisten wie Claudio Monteverdi, Giulio Caccini und Girolamo Frescobaldi umgesetzt wurden. Sie waren Meister des „recitar cantando“, ein Stil, in dem Textform und Wortlaut die Komposition bestimmten – die Musik dient der sehr bildlichen Sprache, um den enthaltenen Affekt so wirkungsvoll wie möglich umzusetzen.

Programm

Dalla porta d‘oriente

Amarilli mia bella

Amor io parto

Giulio Caccini 1551 – 1618

Cosi mi disprezzate

Girolamo Frescobaldi 1583 – 1643

Chaconne in ré mineur Sieur de Sainte-Colombe um 1640 – um 1695

Sì dolce è’l tormento

Claudio Monteverdi 1567 – 1643

Torna, de torna pargoletto mio

Dolcissimo sospiro

Giulio Caccini

Suite en mi mineur

Prélude

Feste Champêtre

2 Menuets

Marin Marais 1656 – 1728

Ecco di dolci raggi

Io che armato sin hor

Claudio Monteverdi

Se l’aura spira tutta vezzosa

Girolamo Frescobaldi

Voglio di vita uscir

Claudio Monteverdi

schon vorbei…

Sonntag, 2. Juli 2017 · 16 Uhr · Schloss Lustheim im Park von Schleißheim

Julia Scheerer

Julia Scheerer, Violine

Katrin Meingast, Violoncello

Christoph Teichner, Hammerflügel

Trios von Johann Samuel Schröter, Johann Adam Sixt, Johann Schobert und Carl Philipp Emanuel Bach

Christoph Teichner spielt eine Kopie eines Hammerflügels von Johann Andreas Stein (1728 – 1792)

Christoph Teichner

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 9. Juli 2017 · 16 Uhr · Schloss Lustheim

Friederike Heumann

Friederike Heumann, Viola da gamba

Dirk Börner, Cembalo

Pièces de viole von Antoine Forqueray (1672-1745), Marin Marais (1656-1728) und Charles Dollé (fl. 1735-55)

Friederike Heumann studierte Viola da gamba an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall und Paolo Pandolfo. Sie schloss ihre Ausbildung mit einem Solistendiplom für Alte Musik ab. Anschließend war sie Stipendiatin an der Cité Internationale des Arts in Paris und lebte dort mehrere Jahre als freischaffende Musikerin. Als Solistin und als Gast von Ensembles wie Hesperion XXI und Le Concert des Nations (Jordi Savall), Concerto Vocale (René Jacobs), Le Concert d´Astrée (Emmanuelle Haïm), Les Arts Florissants (William Christie), Ensemble Café Zimmermann, Le Poème Harmonique, Lucerne Festival Orchestra (Claudio Abbado), Royal Concertgebouw Orchestra, Bayerische Staatsoper München, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Montréal Symphony Orchestra und Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Berliner Barocksolisten u.a. ist sie in ganz Europa, Kanada, Brasilien, Japan, den USA und Israel zu hören.

Mit ihrem Ensemble Stylus Phantasticus ist sie Gast vieler internationaler Festivals, sowohl mit Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts, als auch unter Mitwirkung von Gesangssolisten wie u.a. María Cristina Kiehr, Victor Torres, Roberta Invernizzi, Andreas Scholl, Damien Guillon, Claire Lefilliâtre und Furio Zanasi.

Unter Friederike Heumanns künstlerischer Leitung erschienen bei Accent 2010 “Hortus Musicus – der Musikgarten des Johann Adam Reincken”, sowie 2007 „L´Harmonie des Nations“ – Musik aus der Zeit des Kurfürsten Max Emanuel. Diese Aufnahme wurde mit dem “Diapason d´or” und den “4 clés de Télérama” ausgezeichnet. Auch frühere Aufnahmen sind von der internationalen Kritik mit großer Begeisterung und vielen Auszeichnungen aufgenommen worden (Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique, 10 de Répertoire/Classica, 5 Étoiles de Goldberg, 4 clés de Télérama ffff ):

„Solo a viola di gamba col basso“ – Sonaten für Viola da gamba von Carl Philipp Emanuel Bach (Alpha 2005); „Ciaccona – il mondo che gira“ mit Kammermusik von Dietrich Buxtehude (Alpha 2004); „Why not here“, Musik für zwei Lyra-viols, mit ihrer Duopartnerin Hille Perl (2004); „Zeichen im Himmel“, die erste Einspielung von Musik Philipp Heinrich Erlebachs, mit Stylus Phantasticus und Victor Torres (Alpha 2002), das Soloalbum „Il vero Orfeo” (Accent 2012): Arcangelo Corellis op. V in Bearbeitung und Imitation.

Beim internationalen Wettbewerb “Premio Bonporti” in Rovereto wurde Friederike Heumann mit dem Ensemble Le Nuove Musiche mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Sie unterrichtet Viola da gamba an der Musikhochschule Würzburg.
Nach seinem Klavierstudium am Conservatoire National Régional in Strassburg, wandte sich Dirk Börner der Alten Musik zu. An der Schola Cantorum Basiliensis (Basel) studierte er Cembalo bei Andreas Staier und Jesper Christensen und schloss mit dem Solistenaufbaudiplom ab.
Rege Konzerttätigkeit führte ihn durch ganz Europa, Süd- und Nordamerika. Dirk Börner tritt regelmäßig mit führenden Ensembles der Alten Musik auf, wie Stylus Phantasticus, The Rare Fruits Council und Aux Pieds du Roy. Er wirkte bei zahlreichen namhaften Einspielungen mit. Darüber hinaus liegen Rundfunkaufnahmen bei Radio de la Suisse  Romande, bei Radio classique (Paris), France Musique, bei der BBC, beim ORF, beim Bayerischen sowie beim Norddeutschen Rundfunk vor.
Zusammen mit Michael Form leitete Dirk Börner ein vom Schweizerischen Nationalfonds unterstütztes Forschungsprojekt („la plasticité du rythme“), welches die Interaktion von Tanz und Musik in der französischen Barockmusik untersuchte.
Ein Ergänzungsstudium bei Rudolf Lutz an der Schola Cantorum (Basel) im Fach Improvisation absolvierte Dirk Börner 2010 bis 2012. Seitdem ist er Mitglied der Forschungsgruppe Basel Improvisation.
Dirk Börner ist Dozent für Cembalo, Generalbass, Kammermusik und historische Aufführungspraxis an der Hochschule der Künste Bern, er lehrt Generalbass und Improvisation am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Lyon. und unterrichtet historische Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis.

 

Sonntag, 23. Juli 2017 · 16 Uhr · Schloss Lustheim

Ensemble Interrogatio

Ensemble Interrogatio

Filip Rekieć, Barockvioline

Sofija Grgur, Cembalo

Sonaten von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Arcangelo Corelli

Die Musiker des Ensembles Interrogatio haben sich über das gemeinsame Interesse und die Leidenschaft für Historische Aufführungspraxis zusammengefunden. Sie beschäftigen sich mit einem umfangreichen Repertoire von der Renaissance bis zur Frühklassik. Zu ihren aktuellsten Erfolgen gehört ein 2. Preis beim Biagio-Marini-Wettbewerb.

Der polnische Violinist Filip Rekieć studierte Barockvioline bei Prof. Pauline Nobes (und moderne Violine bei Prof. Grigori Zhislin) an der Musikhochschule Würzburg und an der Karol Lipinski University of Music in Breslau, bei Prof. Bartosz Bryła. Neben seiner Tätigkeit im Ensemble Interrogatio ist er Mitglied des Barockorchesters Holland Baroque. Er hat an Meisterkursen bei Gottfried von der Goltz, Mechthild Karkov und Antoinette Lohmann teilgenommen. Filip Rekieć spielt auf einer Barockvioline, die 1683 von Cornelis Kleynman gefertigt wurde, eine Leihgabe aus der Sammlung „The Dutch Musical Instruments Foundation“.

Sofija Grgur, in Sarajevo geboren, kam als Stipendiatin des serbischen Bildungsministeriums von der Musikhochschule Belgrad mit einem Orgeldiplom nach Würzburg. Dort erwarb sie das Konzert-Diplom Orgel, den Bachelor Kirchenmusik und ein Künstlerisches Diplom Cembalo/ Historische Tasteninstrumente in den Klassen von Prof. Christoph Bossert und Lucy Hallman Russell. Sie ist Stipendiatin des Fonds für junge Talente der Republik Serbien 2009/11., der Leni-Geissler-Stiftung, der Musikalischen Akademie Würzburg, des STIBET Stipendien –Programm des DAAD und der Soroptimist Stifftung. Bei mehreren Wettbewerben wurde sie für ihre Interpretation ausgezeichnet.